signals from the wasteland

kommenden samstag soll dann wohl die corona-anordnung in der zwölften neuauflage in kraft treten – bzw die vierte zum thema großveranstaltungen, wie auch immer man das dann zählt – sagt die pressemitteilung von dienstag. interessant wird’s denn jedenfalls bei indoor-veranstaltungen (remember „konzerte“?):

  • ab 1. august sind veranstaltungen mit bis zu 500 personen (ein knappes lido) erlaubt,
  • ab 1. september als obergrenze 750 personen (ungefähr ein so36), und
  • ab 1. oktober 1000 personen (ein sehr voller festsaal kreuzberg – oder halt zweidrittel astra bzw. huxleys).

anders gelesen: vor dem 24.10. wird bestimmt nichts für eine personenzahl >1000 indoor passieren. und alles andere natürlich, soweit sich das aus der pressetext-glaskugel deuten lässt, auch nur unter einhaltung der ganzen hygienevorgaben (mundschutz und abstand, evtl. sogar nachverfolgbarkeit/tracing/kontaktbuchführung), womit man’s dann halt auch gleich sein lassen kann, jedenfalls wenn man unter „konzerten“ das versteht, was unsereins unter einem konzert versteht. zumal meine o.g. venue-vergleiche für einen ausverkauften laden (im „classic mode“) gezählt sind – 1000 personen MIT mindestabstand bekommt man vermutlich nicht in den festsaal kreuzberg rein, sondern eher in die mercedes-benz-arena. wenn überhaupt.

(zumal „saunen und dampfbäder“ .. okay, ernst beiseite: zumal „tanzveranstaltungen“ weiterhin untersagt sind, offenbar wird da noch ein unterschied zwischen „event“ (konzert?) und club/disco gemacht, und DEN ordnungsamtmenschen möchte ich sehen, der ein live- von einem dj-set unterscheiden kann, aber ich schweife ab).

alles jedenfalls hart unbefriedigend, aber wem sag’ ich das, und ich meine nicht die verordnungen, sondern das killervirus prinzipiell, alles andere wäre ja geradezu asozial egoistisch. das wort des tages lautet jedenfalls „tanzlustbarkeit“. und bis auf weiteres gilt für den rauschmelder: tanzlustbarkeiten auf der startseite werden nach bestem wissen und gewissen angekündigt bzw kontaktverfolgt, also auf dem halbwegs aktuell nachvollziehbaren stand gehalten, was verlegungen und verschiebungen seitens der veranstalter angeht.

(rückblickend, immer noch und immer wieder, ein wirklich bizarr unpassender zeitpunkt damals mitte märz, um diese site hier dem relaunch zu unterziehen. aber jetzt auch egal. die print-zitty hat’s ganz frisch dahingerafft, die spex desweiteren auch. und das barcomi’s kommt in mitte auch nicht wieder zurück, nach der pandemie. aber jetzt schweife ich doch ein wenig zu sehr ab, okay okay.)

stating the obvious

as you all know: bis mindestens 31.8. praktisch kein livenachtleben in berlin, vermutlich eher noch weit darüber hinaus bzw. vor allem nicht in der bekannten form.

die auf der startseite gelisteten konzerte bis zu diesem termin sind also eher als karteileichen zu sehen: ich gebe mir mühe, verschiebungen und absagen dort abzubilden, halte mich aber gerade bei den gigs, wo diese entscheidung noch nicht gefallen ist, erst mal ans ursprünglich geplante datum (und gleiche das mit den angaben der veranstalter und venues ab, solang auf den entsprechenden sites noch das sommer-2020-originaldatum gelistet ist, steht das also hier genauso).

in other news: ein knappstündiges radioeins-gespräch neulich u.a. mit sybil franke und tom spindler über „wtf is happening?“, mehr oder weniger, wenn auch mit wenig echten neuen erkenntnissen am ende, und zu ahnen, dass jeder in der branche gerade „um seine/ihre existenz kämpft“, hätte es nicht gerade sonderlich prophetischer fähigkeiten benötigt.

und: das galaxy heißt jetzt hole, noch bevor jemals ein konzert dort stattgefunden hatte.

sonst ist nichts passiert in der letzten zeit. naja. wie denn auch.

what a time to be alive!

zugegeben – das timing für den relaunch jetzt mitten in die „event-krise“ rein hätte dööfer auch nicht sein können. aber irgendwas ist ja immer, und abteilung #zuversicht, ihr wisst schon, jedenfalls: der rauschmelder ist ab heute optisch (und auch ein wenig technisch) runderneuert.

zum nightlife passend haben wir (also: ich) nicht nur den „dark mode“ eingeführt, sondern auch sonst gibt’s ein paar erwähenenswerte kleinigkeiten:

  • die events sind ab sofort verlinkt zu weiteren infos (meistens also zum fb-event, selten auch mal anderswohin, zB zu einem flyer o.dgl.);
  • die anbindung an facebook und vor allem twitter funktioniert endlich wieder, dort gibt’s also immer die jeweils „neuen“ einträge vorn und oben, die dann hier in der (immer chronologisch sortierten) liste landen;
  • alternativ hätten wir auch endlich einen rss-feed am start (der ebenso nach „news“ sortiert, also einen eintrag erzeugt jeweils bei updates);
  • die präsentations-rubrik wurde aufgehübscht und wird demnächst hoffentlich auch noch fetter ™;
  • und das blog (das hier) schließlich ist auch neu – soll so ein kleines magazin werden, aber wir werden sehen, ob das so klappt wie ich’s mir vorstelle.

all das ist u.a. dem tollen robin benad zu verdanken, co-webmaster und sowieso berliner nachtlebenwebsites-ehrennerd. die event-liste beginnt erst mal am 19. april, aus bekannt-apokalyptischen gründen.

falls irgendwas nicht funktioniert oder falsch aussieht oder ihr mir liebesbriefe schicken wollt, gern per mail oder telegram.